Aufnahme

Voraussetzungen für eine Hospiz-Aufnahme

Die Hospizbetreuung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist inzwischen nach § 39 a SGB V eine staatlich und gesetzlich anerkannte Pflegeform. Nach dieser gesetzlichen Regelung werden auch die Kosten für einen Hospizplatz mit den Kranken- und Pflegekassen abgerechnet und von diesen zu 95 % übernommen. Die Restsumme von 5 % muss das Hospiz aus Spenden aufbringen.

Im Heilig-Geist-Hospiz nehmen wir schwerstkranke und sterbende Menschen auf, die an einer unheilbaren, fortschreitenden und/oder fortgeschrittenen Erkrankung leiden, deren Lebenserwartung begrenzt ist und bei denen eine stationäre Krankenhausbehandlung nicht mehr nötig und eine ambulante Betreuung nicht mehr ausreichend ist.

Etwa 90 % unserer Hospizgäste sind von Krebserkrankungen betroffen, andere Krankheitsbilder sind z. B. HIV im Vollbild.

Eine Aufnahme erfolgt in der Regel nicht von einem Tag auf den anderen (Ausnahme: bei vorherigen Kontakten zum PKD (palliativmedizinischer Konsiliardienst), zur spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung SAPV oder in einer häuslichen Notsituation)

Die Vorbereitung einer Aufnahme lässt sich in vier Schritte zusammenfassen, die aber für Erkrankte und deren Familien häufig viele kleine Schritte hin zu Akzeptanz der Situation beinhalten können.

1. Der erste Kontakt wird von Angehörigen, Ärzten, den Sozialdiensten der Krankenhäuser oder Betroffenen selbst gesucht. In diesem ersten Telefonat erfragen wir Art und Schwere der Erkrankung und den Wissensstand des Erkrankten.

2. Wir laden die Familie ein, sich das Hospiz anzuschauen. Bei einem Beratungsgespräch können alle vorhandenen Fragen geklärt werden.

3. Die Einbindung des behandelnden Arztes ist wichtig, da er die Verordnung zur Hospizpflege ausstellt, die zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse erforderlich ist.

4. Von unserer Seite erfolgt nach Absprache ein Erstbesuch bei der Patientin / dem Patienten zu Hause oder im Krankenhaus. Ziel dieses Gespräches ist es, mit den Betroffenen gemeinsam eine Perspektive zu entwickeln. Dabei möchten wir uns als Einrichtung vorstellen, aber auch ein Bild vom Patienten erhalten. Ein wichtiger Punkt dieses Erstgespräches liegt darin, den Wissensstand um die Erkrankung sensibel und ehrlich anzusprechen.

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